2 Elektrische Maschinen
2.1 Rotierende und ruhende elektrische Maschinen
Elektrische Maschinen unterteilt man grundsätzlich
in rotiererende und ruhende elektrische Maschinen. Zu den
rotierenden oder Rotationsmaschinen zählt man
Gleichstrom-, Wechselstrom- und Drehstrommotoren
sowie Generatoren. Transformatoren hingegen gehören zur Gruppe der
ruhenden elektrischen Maschinen. Ich bespreche vor allem elektrische Rotationsmaschinen,
die als Motoren arbeiten.
Die beiden Hauptteile rotierender Maschinen sind ein feststehender
Ständer (Stator) und ein in die Ständerbohrung
eingelassener rotierender Läufer (Rotor). Am Ständer des
Elektromotors sind die Erregerwicklungen (Spulen) angebracht, die ein magnetisches
Hauptfeld (Erregerfeld) erzeugen, und auf die die Ankerwicklung eine Kraft
bzw. ein Drehmoment ausübt.
Trägt der Ständer die Erreger- und der Läufer
die Ankerwicklung, so spricht man von einer Außenpolmaschine.
Bei der Innenpolmaschine rotiert die Erregerwicklung, während
die Ankerwicklung fest ist.
Neben den Rotationsmotoren gibt es auch sogenannte Linearmotoren.
Der Metalläufer des Linearmotors bewegt sich dabei auf zwei gleichstromdurchflossenen
Schienen, die sich in einem senkrecht dazu stehenden Magnetfeld befinden.
Im Inneren des Läufers wirken Lorentzkräfte auf die einzelnen
Ladungsträger. Die Lorentzkräfte werden auf den Läufer übertragen,
sodaß sich dieser in Bewegung setzt. Dieser Motor wird häufig
bei CD-Laufwerken verwendet.
2.2 Elektrische Maschinen als Energiewandler
Elektrische Maschinen sind Energiewandler. Wird
etwa der Läufer einer Maschine angetrieben, d.h. wird ihm mechanische
Leistung zugeführt, so gibt die Maschine elektrische Leistung ab.
Sie arbeitet als Generator (siehe Bild 2.1a)). Der Wirkungsgrad beträgt
dann h = Pel
/ Pmech. Der Generator ist also
ein mechanisch-elektrischer Energiewandler.
Falls der Maschine elektrische Energie zugeführt
wird, dann dreht sich der Läufer. Die Maschine gibt mechanische Arbeitsleistung
ab, und arbeitet als Motor (siehe Bild 2.1 b)). Der Wirkungsgrad beträgt
in diesem Fall h = Pmech
/ Pel. Im Gegenteil zum Generator
ist der Motor ein elektrisch-mechanischer Energiewandler.

Bild 2.1 a) Generatorbetrieb b) Motorbetrieb